Tobi hat Physik studiert und ist aktuell selbständiger Programmierer und Consultant. Seit Anfang 2024 ist er auch Mitglied beim ImpactHub Tirol. Inspiriert durch die Community verfolgt er deshalb nun das Ziel, bei seinen Kunden das Interesse für Nachhaltigkeit zu wecken. Im Rahmen eines Philosophie-Kurses an der Uni stolperte Tobi über das “Prisoners Dilemma” und dessen gesellschaftliche Implikationen.

Gedankenexperimente gehören zu den spannendsten Methoden, um theoretische Konzepte anschaulich zu machen. Eines der bekanntesten Beispiele ist das sogenannte Prisoner’s Dilemma (Gefangenendilemma). Dieses Dilemma beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Menschen verhalten, wenn sie in einer Situation sind, in der sie zwischen Kooperation und Betrug wählen können. In der ursprünglichen Version geht es um die Entscheidungen zweier Häftlinge, zum leichteren Verständnis kann das Dilemma aber auch anders beschrieben werden:

Zwei Personen nehmen an einer Gameshow teil. Dabei wird jede der Personen vor eine Wahl gestellt: Man kann entweder einen grünen Knopf drücken und kooperieren (K) oder mit dem roten Knopf einen Betrugsversuch wagen (B). Dabei dürfen die Personen sich nicht absprechen oder in irgendeiner Weise kommunizieren. Je nachdem welche Knöpfe gedrückt werden, werden Gewinne ausgeschüttet:

1. Wenn beide Personen kooperieren (K, K), erhalten beide jeweils 3 Punkte.
2. Wenn beide betrügen (B, B) erhalten beide jeweils 1 Punkt.
3. Wenn eine Person kooperiert und eine betrügt (K, B)/(B, K), erhält die betrügende Person 5 Punkte und die andere wird ausgenutzt und erhält 0 Punkte.

Welchen Knopf sollte man also drücken, rot oder grün? Wenn man grün drückt, erhält man entweder 3 Punkte (K, K) oder 0 Punkte (K, B). Wenn man rot drückt, erhält man entweder 5 Punkte (B, K) oder 1 Punkt (B, B). Rein von dieser Überlegung her, sollte man also immer den roten Knopf drücken und einen Betrugsversuch wagen, da man so mit mehr Punkten rechnen kann (5 oder 1 statt 3 oder 0). Allerdings wird sich die andere Person vermutlich dasselbe denken, auch den roten Knopf drücken und somit wird der suboptimale Zustand (B, B) erreicht, in dem beide nur 1 Punkt erhalten.

Die Situation ändert sich jedoch, wenn mehrere Runden gespielt werden: Nun gibt es Möglichkeiten für verschiedene Strategien. Der amerikanische Politikwissenschaftler Robert Axelrod veranstaltete zu diesem Thema in den 1980er Jahren ein Turnier, in dem Computerprogramme gegeneinander spielen können. Es wurden verschiedene Programme eingereicht, von sehr freundlichen Programmen, die eher kooperieren wollen, bis hin zu hinterlistigen Programmen, die versuchen andere auszunutzen. Nachdem jedes Programm gegen jedes andere gespielt hatte, wurden die Ergebnisse ausgewertet. Entgegen der Erwartungen schnitten freundliche Programme viel besser ab als betrügerische. Gewonnen hat das Programm „Tit for Tat“ (Auge um Auge), welches zuerst versucht zu kooperieren. Danach wird immer der letzte Zug des Gegenspielers kopiert. So wird Kooperation mit Kooperation beantwortet und Betrug mit Betrug. Gelegentlich wird jedoch ein versuchter Betrug des Gegenübers sofort verziehen, um ewige Abfolgen von Kooperation und Betrug zu vermeiden.

Viele Probleme in der Welt können durch solch ein Dilemma näherungsweise beschrieben werden. So ähnelt das Wettrüsten zwischen Staaten, der Kampf zwischen Konkurrenten in der Marktwirtschaft oder auch die Bekämpfung des Klimawandels einem Prisoner’s Dilemma. Zum Beispiel würde die ganze Welt von besserer Klimapolitik profitieren, dennoch zögern einzelne Staaten Maßnahmen zu ergreifen, weil sie sonst wirtschaftliche Nachteile befürchten.

Hoffnung schaffen hierbei weitere Erkenntnisse von Axelrod’s Turnieren: Wenn man eine Evolutionsdynamik hinzufügt (also dass erfolgreiche Strategien bestehen und erfolglose aussterben), zeigt sich etwas erstaunliches: schon eine kleine Gruppe von kooperierenden Programmen ist in der Lage, sich gegen eine Mehrheit von ausbeuterischen Programmen zu behaupten, diese zu verdrängen und eine kooperierende Welt zu schaffen, die für alle Beteiligten fruchtbarer Boden ist. Obwohl Probleme in der Realität viel komplexer sind, kann man eine Kernaussage des Prisoner’s Dilemma auf vieles anwenden: Es muss nicht immer Sieger*innen und Verlierer*innen geben, durch Kooperation können alle Gewinner*innen sein.

 

Quellen:

Der Blog Artikel basiert fast ausschließlich auf den Inhalten dieses Video Essays
https://youtu.be/mScpHTIi-kM?si=LPGNVG6BH1SW5tiS

 

Zum Weiterlesen/schauen:

Video Essay mit Interviews, Visualisierungen und mehr Infos: https://youtu.be/mScpHTIi-kM?si=LPGNVG6BH1SW5tiS

 

Mini-Spiel zum interaktiven Lernen:

https://ncase.me/trust/

 

The Evolution of Cooperation – Robert Axelrod (PDF Scan):
https://public.websites.umich.edu/~axe/Axelrod_Evol_of_Coop_excerpts.pdf

Impact Acceleration Programm

Kurz nach unserer Entscheidung, Teil des weltweiten Impact Hub Netzwerkes zu werden, haben wir uns nach einem passenden Angebot in unserer Region umgesehen. Bereits einige Monate zuvor kam Alex Koll, der damalige Leiter der Werkstätte Wattens und heutige Vorstand unseres Trägervereins, auf Jana und Alex zu, um über eine Kooperation zu sprechen. Die Werkstätte Wattens war zu diesem Zeitpunkt mit ihrer Mission, Innovationen am Standort Wattens zu ermöglichen und vielversprechende Projekte anzusiedeln, einigermaßen erfolgreich. Es stellte sich die Frage, ob man sich weiterhin auf Wachstum, Wachstum, Wachstum konzentrieren oder sich irgendwann die Frage stellen sollte, welche Form von Wachstum und welche Projekte man unterstützen möchte. So saßen wir eines Tages im “Talschluss” der Werkstätte Wattens. Alex Koll, Viko, die damalige Program und Community Managerin der WW, Jana, Alex und Charly und seine Frau Lisa, die beide in den letzten Jahren bereits Programme in Indien, Wien und Hawaii gestartet hatten. Nach 2-3 weiteren Treffen war die Idee und das Konzept von pioneer:impact geboren. Mit dem ersten Accelerator-Programm im Westen Österreichs, das sich speziell die Förderung von Startups mit sozialem und ökologischem Mehrwert zum Ziel gesetzt hat, versuchen wir seither, Tirol als Vorzeigebeispiel für impactgetriebenes Unternehmer:innentum zu etablieren.

Als einer von sechs europäischen Hubs hatte der Impact Hub Tirol die Möglichkeit, am ersten Circo Train-the-Trainer Programm für Impact Hub Maker teilzunehmen. Zentraler Bestandteil des T2T Programms war die Durchführung eines Circo Online Trainings mit 12 Unternehmen aus verschiedenen Impact Hubs. Alex und Simon, die für uns an dem Training teilgenommen haben, haben sich für Strofeld und Aeoon entschieden und konnten über mehrere Wochen an der Zirkularität der beiden Unternehmen arbeiten.  Am Ende entstand eine Win-Win-Win-Win-Situation: Circo konnte seine Methode in Österreich weiter skalieren und der Impact Hub Tirol ist nun auch der Circo Austria Hub, das Impact Hub Netzwerk konnte seine Stärke als enges Netzwerk unter Gleichgesinnten zeigen, Alex und Simon konnten ihre Fähigkeiten um die Circo Methode erweitern und natürlich das Wichtigste: Strofeld und Aeoon konnten neue Ideen und bestehende Ansätze zum Thema Kreislaufwirtschaft entwickeln, vertiefen und umsetzen.

Die Fuck Up Night steht für ehrliches Unternehmer:innentum, bei dem Scheitern nicht als Misserfolg, sondern als Learning gilt. Offen, ehrlich und persönlich ist es, was die Fuck Up Nights immer schon ausgemacht hat. Im März 2024 kam es zur Begegnung vom Impact Hub Tirol und dem Organisations Team der Fuck Up Nights Tirol. Schnell wurde klar: uns verbindet das gleiche Mindset, wenn es darum geht, offen und ehrlich vom Scheitern und daraus gewonnenen Erkenntnissen zu berichten. Drei enge Mitglieder des Impact Hubs; Laura Gruber, Engin Dogan und David Plaseller, erklärten sich sofort bereit, als Speaker auf der Bühne zu stehen. Sie begeisterten den bis auf den letzten Stuhl ausverkauften Saal mit ihrem Witz, ihren Emotionen und der reflektierten Art und Weise, wie sie impact-orientiertes wirtschaften betreiben.

Nicht nur Wissen und Inspiration wird im Impact Hub geteilt. Manchmal wird auch gemeinsam angepackt und so entstand das Kleidertauschevent “Tausch dich glücklich” als gemeinsame Initiative von Uptraded und wert.voll.vegan. Das Impact Startup Uptraded ist eine second-hand Kleidertauschapp, die sich zum Ziel gesetzt hat Fashion zu revolutionieren. Als pioneer:impact Alumni ist Gründerin Anna und ihr Team von Uptraded Community Mitglied der ersten Stunde. Sie hat schon Co-Founder im Hub gefunden und ist hier auch auf Anna von wert.voll.vegan gestoßen, mit der sie dann gemeinsam und mit Unterstützung des Impact Hubs ein Kleidertauschevent organisierte, an dem über 200 begeisterte Menschen dabei waren und über 1.000 Kleidungsstücke getauscht wurden. 

Basti und Alicia – Mitglieder der ersten Stunde – haben von Beginn an mitgestaltet. Sie haben sich in der Impact Hub Community kennengelernt und sind vereint in einer Expertise über Community Building. Die beiden haben schon mehrfach in der Praxis vorgelebt, was in der Theorie oft so schön mit “von der Community für die Community” bezeichnet wird. Genauso geschah es bei den Newcomer Drinks. Gemeinsam mit dem Impact Hub Team entwickelten sie im Herbst 2023 ein neues Format. Seitdem werden vierteljährlich alle neuen Member eines Quartals bei Getränken und Falafel willkommen geheißen. Darüber hinaus mündet der Abend im Offers & Needs Market, einem Format, in dem sich die neuen Mitglieder nicht nur besser kennenlernen, sondern auch teilen, worin sie Bedürfnisse haben, und was sie gerne Teilen wollen. Ob es sich dabei um materielles oder immaterielles Gut handelt, ist ganz egal. Gewiss ist jedoch, dass dieses Format seitdem nur auf positive Resonanz stößt und fester Bestandteil unseres Eventkalenders ist.

“Von der Community für die Community” – davon lebt der Impact Hub Tirol. So bot im Mai 24 Nathalie Tumler, Alumna von dem Accelerator Programm pioneer:impact ein 2 tägiges Public Speaking Training für alle Mitglieder an. Viele hatten sie bereits bei einem der Stammtische kennengelernt und wussten daher welche Erfahrung sie als Gründerin von Hestia aber auch als Trainerin und Coach mitbrachte. Zwei Tage lang übten, diskutierten und lachten die Teilnehmende über ihr Auftreten und lernten nicht nur viel darüber, wie sie ihren Pitch, ihr Networking oder ihre Präsenz – Skills verbessern konnten, sondern tauchten tief in ihr future self ein. Von Ausstellungen in Paris, neuen Unternehmen und neuen Lebensmittelpunkten war einiges dabei. Am Ende gingen die Teilnehmenden aber vor allem mit neuen Freundschaften und viel neuer Energie aus dem Training heraus. 

Unsere Community verbindet einiges – unter anderem die vollen Terminkalender von jedem und jeder einzelnen. Nichts desto trotz hat sich auch im Herbst 23 wieder ein Großteil unserer Community Mitglieder Zeit genommen für unseren Kick-off. Gemeinsam ging es zu Fuß auf die Umbrüggler Alm. Schon auf dem Weg dorthin wurde spürbar, was uns verbindet und antreibt. Kaum ein Gespräch blieb oberflächlich und so waren, oben angekommen, alle im perfekten Mindset, um in die Planung der Zukunft des Impact Hub zu gehen. Volle Flipcharts, neue Begegnungen und konkrete Wünsche waren nur einige der Outcomes. Jene Outcomes begegnen das Impact Hub Team in ihrer alltäglichen Arbeit regelmäßig. So bleibt Co-Creation ein lebendiges Element und community-zentrierte Entwicklung ein Grundstein des Impact Hub Tirols. 

In der Corona-Krise haben sich psychische Probleme bei Kindern und Jugendlichen deutlich verstärkt. Um darauf zu reagieren, haben wir uns mit SOS-Kinderdorf zusammengetan und mittlerweile 2 Inkubation Programme gestartet! Im Online-Ideencamp und im folgenden Inkubator ‚Psychische Gesundheit‘ wurden Lösungen zur Prävention und Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen entwickelt. In einem co-kreativen Prozess mit Expert:innen sowie Kindern und Jugendlichen haben wir die dringendsten Challenges im Bereich psychischer Gesundheit definiert. Über 4 Monate wurden 8 Social Business Projekte von der ersten Idee bis zum Prototyp (MVP) begleitet. Mit Pathfindr konnte ein Projekt besonders überzeugen und ist heute als Angebot von Rat auf Draht auch Teil von SOS-Kinderdorf.​

Frauen* in der Startup-Welt sind nach wie vor mit vielfältigen Diskriminierungen konfrontiert. So gingen im Jahr 2022 immer noch 90% der Finanzierungen an rein männliche Gründerteams – obwohl gender-diverse Teams nachweislich etwa 20 Prozent profitabler und nachgewiesen resilienter sind*. Um Frauen* im Unternehmer:innentum aktiv zu unterstützen, zu fördern und zu vernetzen, veranstalten wir seit Januar 2022 in Zusammenarbeit mit StartUp Tirol und der Standortagentur Tirol**  den Female Empowerment Stammtisch. Diese monatliche Veranstaltungsreihe bietet inspirierenden Frauen* aus verschiedenen Bereichen eine Plattform, um ihre persönlichen Erfahrungen, ihren Werdegang, ihre Berufe, Lebenseinstellungen und Learnings zu teilen. Ziel ist es, Frauen* auf ihrer individuellen wie auch ihrer unternehmerischen Reise zu stärken und zu inspirieren.

Die Veranstaltung bietet nicht nur spannende Keynotes, sondern auch Raum für Austausch und Inspiration in einer entspannten Atmosphäre. Zielgruppe sind dabei Personen, die sich für die Themen Female Entrepreneurship & Leadership interessieren, selbständig gründen möchten oder bereits Unternehmer:in, Führungskraft oder Manager:in sind, und auf der Suche nach einer starken Community. In den ersten zwei Jahren haben bereits etwa 700 Teilnehmer:innen am Stammtisch teilgenommen. 

*https://www.derstandard.de/story/2000139228039/frauen-gehen-leer-aus-finanzierungen-fuer-start-ups-weiterhin-dem 

** Hinweis: Bis September 2023 durften wir den Stammtisch mit Startup.Tirol und der Werkstätte Wattens als Partner:innen veranstalten.

Oh, hello there! I’m Viktoria but people call me Viko. I would describe myself as a Tyrolean pioneer, passionate intrapreneur, bookworm, and social butterfly who values (lifelong) learning, innovation, and empowerment of people and organizations. With over four years of dedicated engagement in the startup and innovation ecosystem, I had the privilege to curate impactful programs, foster vibrant communities, and co-create and learn from over 300 companies and I don’t know how many inspiring human beings along the way. Now I’m ready for a new chapter and I can’t wait to put all my knowledge and experience in my new role as Learning & Development Manager at Westwing.

I truly believe that in an ever-changing world, developing a learning mindset and working in an organization that proactively encourages and invests in creating a learning culture is more critical than ever. In this article, I want to share some of my beliefs and insights when it comes to the significance of Learning and Development in organizations. Learning is needed to facilitate collaboration and partnerships for survival and growth. If we can learn effectively and apply what we learn, we will become better in every aspect. Individuals will unleash their potential and accomplish what they aspire to; organizations will realize their visions and achieve their strategic objectives; government agencies will satisfy their customers and improve the quality of life for their citizens; ultimately, we will become life-long learning nations.

THE CHALLENGE

Learning is complicated because people and organizations learn in different ways and at different speeds. There is no “one-size-fits-all” approach to learning. Learning is a continuous process that must be pursued strategically and embedded operationally in the workplace. Organizations have got to understand the bigger picture of Learning & Development, which is about total personal development. It’s not just about skills for the short term but the longer-term development of individuals focused on adaptability, satisfaction, health, productivity, and what people want to learn and how they want to learn it.

WHY COMPANIES SHOULD INVEST IN LEARNING AND DEVELOPMENT

I am a firm believer that learning and development is every organization’s secret weapon in building the ideal workplace and workforce. Learning & Development initiatives focus on empowering employees’ personal and professional growth and ultimately drive both individual and organizational success. Those activities come in many shapes and sizes, including social learning, leadership training programs, mentoring opportunities, career development plans, and many more. As a founder or CEO, you may ask yourself the following questions: Why should I invest in Learning & Development initiatives? What would be the return on investment? How does it positively impact both employees and the organization as a whole? How can I start, track, and measure those activities? All legitimate questions.

Here’s my point of view on how L&D positively impacts both employees and the organization as a whole:

1. L&D impacts satisfaction and well-being in the workplace. When employees receive the right tools, resources, and training they become better equipped to handle challenges and are more likely to feel valued by the organization. This can help to foster a sense of belonging and meaning, leading to increased satisfaction and reduced burnout and mental health issues.

2. L&D boosts a creative, innovative, and strong work culture. When the organization is on a continuous learning journey, they’re not just gathering skills; they’re encouraged to think creatively and explore new ideas and are more likely to come up with innovative solutions that can help an organization grow.

3. L&D boosts empowerment, performance, and alignment. It stands to reason that if you have 10 highly well-trained and efficient employees, they can often do the same as 15 untrained, unmotivated, and uninspired employees. Engaged, committed, and motivated team members bring their best selves to work every day. They are loyal, hardworking, and will more readily take ownership and accountability.

4. L&D boosts employee retention and attracts top talent. People want more than fat paychecks and flashy benefits. Investing in people (development) can lead to higher employee retention rates, attract high-quality talent, and reduce employee costs (recruitment and onboarding), as individuals are more likely to stay with a company that values their potential and growth.

5. L&D prepares organizations for the future and employees to be the leaders of the future. Organizations that invest in innovative and learner-centric approaches to skill development will be better equipped to adapt to change, remain competitive, and support the growth and success of their employees.

HOW TO GET STARTED WITH LEARNING & DEVELOPMENT

Implementing an L&D strategy or initiatives in an organization requires careful planning, execution, and evaluation. Here are some of the essential elements to consider when implementing a L&D strategy.

1. Define goals, outcomes, and metrics. Ask yourself the following questions: What are your organization’s goals, priorities (OKRs), and vision? How can a L&D strategy help your team realize them? Before you launch anything, determine which outcome you want to achieve and which metrics you’ll be using to measure success and impact. Metrics could be learning engagement, training cost per employee, knowledge retention, the impact of training on performance, and training feedback.

2. Identify skill and learning needs. It is highly recommended to define the specific skills and learning needs of employees based on their job roles and responsibilities. Conduct a thorough assessment of their current skills and knowledge through interviews, performance evaluations, or surveys.

3. Check L&D inventory and your budget. Review all of the current L&D materials to determine what you need to improve, rework, add or remove. Think about how much budget is available and how you want to allocate it (budget per employee, project-based allocation, needs-based allocation…).

4. Define a training plan & choose suitable learning and development methods. Prioritize the identified learning needs based on their relevance to the company’s goals and objectives and develop a comprehensive training plan. Determine which methods (traditional classroom-style training, virtual training, coaching…) are most relevant and effective for your organization and employees. Consider learning styles, exhaustion level of your employees (less is more!), cost, and time required.

5. Plan and execute the process and customize your programs. Successful learning and development need to be carefully planned, customized, and executed. What will take place? Who will be involved? Who are the participants? Who are the trainers or facilitators? How long will it take? Where will it take place?

6. Evaluate, review, and reflect. Did training boost knowledge levels and the application of that knowledge to employees’ work, and if so, how did that bring business impact? Did it herald a change in employee behavior, resulting in a more motivated, engaged, and confident workforce? Did it close skills gaps, knowledge gaps, or behavioral gaps? Did it help in developing business-critical capabilities in employees? Regular evaluations of the effectiveness of the programs should be conducted to ensure that they are meeting their objectives. Feedback from employees can also help in improving future training initiatives.

7. Celebrate learning success stories. Praise and celebrate people’s efforts to learn. Sharing the learning success stories of employees will help to cultivate a learning culture and inspire other employees to learn and grow. The last thing I want to say is: It doesn’t matter if you’re running a business or if you’re employed. Learning and Development happen top-down and bottom-up. Every day is a new learning for all of us, but what matters most is how we cultivate a growth mindset and how we shape learning cultures in our organizations. Act on it! I appreciate you reading this article to the end. Feel free to reach out to me if you want to talk about it.

Further resources on the topic:

● The Learning-Driven Business: How to Develop an Organizational Learning Ecosystem by Alaa Garad & Jeff Gold

● Build a Company Learning and Development Program:

● Your Guide to the L&D Metrics That Matter for Proving the ROI of Learning:

Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has.” [Margaret Mead]

Als ich 7 Jahre alt war, brachten meine Eltern mich in eine Jugendgruppe in unserem lokalen Kletterzentrum, damit ich dort lernen konnte zu klettern. Es war meine erste Begegnung mit der Kraft von Communities. Als Kind war ich – und bin ich auch heute oft noch – überdurchschnittlich schüchtern. Als ich den Schulübertritt machte, hinge ich die ersten Monate fast ausschließlich und allein mit meiner Sitznachbarin ab, die ich an Tag 1 kennen gelernt hatte.

Die Klettergruppe wurde für mich die folgenden Jahren nicht der Ort, den ich mit trainieren, Liegestützen und Mentaltraining verband – sondern ein Umfeld, an dem ich mich ausprobieren und frei sein konnte, tiefe Freundschaften schloss und meine Leidenschaft fürs Klettern wachsen lassen konnte. Wo man sich aus gegenseitiger Unterstützung den nächsten passenden Boulder raussuchte, Klettergebiete empfahl, unterschwellig und gesund in Konkurrenz treten konnte und sich nach verlorenen offiziellen Wettkämpfen wieder aufbaute.

Die meisten Menschen finden im Laufe ihres Lebens ebenfalls ein solches Umfeld – ob in Sportclubs, Erasmus Aufenthalten, Lerngruppen oder aktivistischen Vereinen. Viele nennen sie „Communities“.

Würde man einen Wettlauf für den am meisten übernutzten Begriff des 21. Jhd starten, so würde Community neben Sustainability, Transformation und Impact sicher ganz weit oben stehen. Heute ist alles irgendwie „Community“. Die Leute, die man am Arzler Alm Trail trifft sind „die Bike Community“, Menschen, die Fridays for Future folgen und feiern, sind eine Community und wenn man Community Building auf Google eingibt, erhält man vor allem eine Liste an Tipps, wie man möglichst viele Menschen auf das gleiche Social Media Portal bringt. Es braucht nicht lange, um die Stirn zu runzeln und sich zu fragen – ist das wirklich alles das Gleiche?

Auf die Frage „Was ist der Impact Hub?“, würde ich deshalb auch oft gerne mit der Antwort reagieren „ein Coworking“ oder ein „Inkubator“, weil das auf den ersten Blick konkreter oder einfacher zu erklären scheint als Community. Weil jede:r ein eigenes Verständnis von Community mitbringt. Dabei ist der Impact Hub in erster Linie tatsächlich genau das – eine Community.

Was also macht Communities aus?

Man kann Communitys auf den ersten Blick als eine Gruppe eingrenzen, in der alle das gleiche Interesse teilen. Bergsport, Kleidungsstile, Gaming, eine politische Richtung. Menschen, die gemeinsam eine „Szene“ bilden.

Doch nur sobald wir das gleiche Interesse teilen – sind wir dann schon eine Community? In Communities entwickeln sich Support Netzwerke, Menschen, die sich gegenseitig unterstützen und inspirieren. Menschen, die miteinander in Verbindung treten. Wir könnten also sagen, sobald wir eine Mitgliedschaft bei einem Fitnessclub ausfüllen und ein Gespräch an der Bar beginnen, treten wir in Verbindung und werden zumindest Teil eines Netzwerks. Doch in Communities entsteht mehr als das.

Die Zutat, die noch fehlt, ist etwas, was wir „sense of belonging“ nennen – ein Zugehörigkeitsgefühl. In meiner Klettergruppe war ich nicht nur auf Papier Mitglied und bei den regelmäßigen Trainings erlaubt. Ich war Teil der Gruppe und wir trugen eine gemeinsame Identität. In Netzwerken treten wir jedoch nur bei, weil wir einen transaktionalen Mehrwert erhoffen. Ich gehe zu einer Abendveranstaltung, bei der ich mir erhoffe, eine relevante Visitenkarte mehr mitzunehmen und gebe dafür auch meine gerne her. In Communities tragen wir eine gemeinsame Identität, die größer ist als die Summe aller Einzelbedürfnisse.

Wie diese gemeinsame Identität und sense of belonging entsteht, deutet Peter Block mit seiner Definition von Communities an: “Communities are human systems given form by conversations that build relatedness.” Im Impact Hub Tirol sind das nicht nur die Konversationen von Impact Governance & Measurement oder über die gemeinsame Gestaltung des Space, sondern reichen bis hin zu unternehmerischen und persönlichen Krisen.

Wozu suchen wir als Menschen dann überhaupt Communities und nicht nur Netzwerke?

„You have to do it by yourself, you cannot do it alone”. Thit Nhat Hanh bringt es damit auf den Punkt. Egal wie einsam und schwierig Phasen der unternehmerischen Reise sein können – es wird immer Menschen um einen herum brauchen, von denen man sich Rat holen kann, auf deren Erfahrungen man bauen kann, die mit einem Erfolge feiern möchten und verstehen, was man da gerade eigentlich versucht. In Communities finden wir “Star Collectives”, ein Begriff, den ich von Katharina Norden lernen durfte. [Karen Walrond schreibt darüber in ihrem Buch The Lightmaker’s Manifesto – How to work for change without losing your joy.] Es sind Menschen, die nur das Beste für uns wollen und die unsere Herausforderung so weit verstehen, dass wir uns gerne ihren Rat holen.

Kein:e Sozialinnovator:in bringt ihre Innovation alleine in die Welt. Wir alle brauchen Menschen um uns herum, die das mit uns gemeinsam machen. Communities können geprägt sein von der Geographie, in der Menschen leben oder arbeiten, von einer gemeinsamen Weltsicht, von der Erfahrung, die Menschen teilen, von der sozialen Gruppe, der man sich zuordnet oder der Leidenschaft, die man teilt. Sie dienen einem Zweck, der mal mehr, mal weniger akut scheint. Sie verändern sich über die Zeit und manche Menschen bleiben uns daraus ein Leben lang erhalten. Als Team, als Star Collective oder als Community. In allen finden wir echte und bedeutsame Beziehungen.

Während sich in unserer Welt gerade ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem dem Ende neugt, beginnen überall Menschen sich innovativ für mehr soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit einzusetzen, wie neue kleine Pflanzen, die durch Risse aus dem Boden sprießen.

Als Impact Hub glauben wir, dass es dringend nötig ist, diese Menschen mehr zusammenzubringen, voneinander zu lernen und gemeinsam daran zu arbeiten, die Cracks im Boden weiter aufzubrechen. Und deshalb ist und bleibt Community das Herz des Impact Hubs. Und auch außerhalb vom Impact Hub kann jede:r von uns solche Communities bauen, um Menschen um einen gemeinsamen Purpose, zu versammeln und sich gegenseitig zu unterstützen – nach

C. Vogl: “Communities are being created when at least two people begin to concern for each other’s wellfare.”

[Autorin: Jana Ganzmann, Co-Founderin Impact Hub Tirol]

Literaturtipps

Wer tiefer einsteigen möchte, empfehle ich allen, die .. .

… einen grundlegenden Einblick in das Verständnis von Community erhalten möchten, den „Klassiker“: COMMUNITY: The Structure of Belonging (Peter Block)

.. etwas mehr Handwerkszeug bekommen möchten, WIE sie solche Communities bauen können: „The Art of Community: Seven Principles for Belonging (C. Vogl)“

.. mit Interesse am Deep-Dive: “Organising Communities: Identifying, connecting and facilitating (von Peter Staal, Kirsten Wagenaar)”

… einen schnell und praktischen Einstieg in die direkte Umsetzung suchen: https://community-canvas.org/

… die nach weiteren Tools wie Star Collectives suchen: “The Lightmaker’s Manifesto – How to work for change without losing your joy”, Karen Walrond

Anmerkung: Wir freuen uns, mehr über euer Verständnis von Community zu erfahren & besonders über feministische Literaturperspektiven.