Die Fuck Up Night steht für ehrliches Unternehmer:innentum, bei dem Scheitern nicht als Misserfolg, sondern als Learning gilt. Offen, ehrlich und persönlich ist es, was die Fuck Up Nights immer schon ausgemacht hat. Im März 2024 kam es zur Begegnung vom Impact Hub Tirol und dem Organisations Team der Fuck Up Nights Tirol. Schnell wurde klar: uns verbindet das gleiche Mindset, wenn es darum geht, offen und ehrlich vom Scheitern und daraus gewonnenen Erkenntnissen zu berichten. Drei enge Mitglieder des Impact Hubs; Laura Gruber, Engin Dogan und David Plaseller, erklärten sich sofort bereit, als Speaker auf der Bühne zu stehen. Sie begeisterten den bis auf den letzten Stuhl ausverkauften Saal mit ihrem Witz, ihren Emotionen und der reflektierten Art und Weise, wie sie impact-orientiertes wirtschaften betreiben.

Etablierte Organisationen wie SOS-Kinderdorf unterliegen mit ihren Angeboten aufgrund sich ständig verändernder gesellschaftlicher Herausforderungen einem stetigen Wandel. Innovation ist ein wichtiger Treiber, um als NGO relevant zu bleiben, die Kooperationen mit neuen Netzwerken und unterschiedlichen Zielgruppen daher unerlässlich. Aus diesen Anforderungen heraus hat sich SOS-Kinderdorf mit uns in einer strategischen Partnerschaft seit 2021 zusammengeschlossen. Als Impact Hub können wir unsere Expertise im Innovationsmanagement, bei operativen Innovationsprojekten rund um Impact und Social Business Themen einbringen. Als ständiges Mitglied im Innovationsteam von SOS-Kinderdorf können in einem gelebten hybriden Arbeitsmodell die unterschiedlichen Welten zusammen fließen. Daraus entstehen vielfältige Synergien, wenn es darum geht, neue Innovationsprojekte wie Pathfindr zu unterstützen, gemeinsame Events wie SKIL zu veranstalten oder auch gemeinsam mit dritten Partnern landesweite Förderanträge für Innovation und Impact aufzusetzen. Das alles für eine positive Zukunft von Kindern und Jugendlichen!   

Neue Geschäftsmodelle und Konzepte für einen nachhaltigen Tourismus? Im Auftrag und in gemeinsamer Konzeption mit der Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) wurde ein Konzept zum Aufbau einer Gruppe von Young Leaders in Tirol erarbeitet. 

“Etablierung eines innovativen Netzwerks mit einer neuen Generation von Pionier*innen im Tourismus, die mit ihren Tourismusbetrieben neue Wege gehen. Nachhaltig. Mit Impact. Zukunftsfähig.“ Im Rahmen eines ersten Workshops mit führenden, großteils jungen Hoteliers, wurden mit unserer Moderation konkrete Handlungsfelder auf den Ebenen VERGANGENHEIT – GEGENWART – ZUKUNFT diskutiert und in einem co-kreativen Prozess für die weiteren Schritte auf Betriebsebene definiert.  

Protect Our Winters hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Outdoorcommunity zu vernetzen und sich gemeinsam für mehr Klimaschutz einzusetzen. Aufklärung und Kooperation stehen dabei im Fokus. Lena Öller ist freie Journalistin und seit vier Jahren POW-Mitglied. Warum und was POW genau macht, erklärt sie in diesem Text.

Meine Motivation

Ich liebe es, dass ich meine Freizeit in der Natur verbringen kann. Dass ich die Berge durch verschiedene Sportarten hautnah erleben und sie durch die vorhandene Infrastruktur auch auf einfachem Weg nutzen kann. Und ich möchte, dass das auch so bleibt – dass auch künftige Generationen die Berge als Naherholungsraum nutzen können, dass Tourist:innen weiterhin gerne zu uns auf Urlaub fahren und dass es auch in Zukunft viele Jobs in diesem Bereich gibt, die es vielen Leuten ja überhaupt erst ermöglichen, in dieser wunderbaren Umgebung leben zu können. Seit meiner Kindheit sehe ich, welchen Stellenwert der Wintertourismus im Westen Österreichs einnimmt. Ohne die vielen Skigebiete und die dazugehörenden Betriebe, wie Sporthändler, Skischulen, Hotels und Restaurants, aber auch die liefernden Gewerke, gäbe es in vielen Orten keine ausreichende wirtschaftliche Grundlage, um den Menschen ihren heutigen Lebensstandard zu ermöglichen. Seit meiner Kindheit sehe ich aber auch die drastischen Veränderungen, die die Klimakrise und der Wunsch nach wirtschaftlichem Wachstum mit sich bringt. Wetterereignisse werden immer unberechenbarer und Extreme immer häufiger. Die Natur wird mehr und mehr verbaut, die Skigebiete expandieren – noch ein weiterer Speicherteich, noch eine breitere Piste, noch mehr Beton in den Berg – für im Endeffekt noch mehr Geld.

Ich glaube, es braucht hier ein Umdenken. Ich glaube, dass wir uns mehr dafür einsetzen sollten, das, was unsere Region besonders macht, zu bewahren. Das bedeutet, dass wir als Gesellschaft von jetzt an möglichst klimafreundlich handeln sollten und dass Entscheidungsträger:innen in Maßnahmen investieren müssen, die es uns leichter machen, nachhaltiger zu leben und im Endeffekt unseren Lebensraum und Wirtschaftsstandort langfristig sichern. Ich glaube, dass die Outdoorsportcommunity, allesamt naturverbundene Menschen mit vielen ähnlichen Interessen, einen enormen Einfluss auf Politik und Wirtschaft hat. Vor allem, wenn wir die Chance nutzen, uns zu vernetzen und gemeinsam mit anderen Stakeholdern an wirklichen Lösungen arbeiten. Protect Our Winters versucht genau das – und deshalb bin ich Mitglied.

INFO: 

Ursprünglich stammt die Bewegung “Protect Our Winters” aus den USA, wo sie im Jahr 2007 von der Snowboard-Legende Jeremy Jones gegründet wurde. Sein Ziel war es von Beginn an, der breiten Masse eine Möglichkeit zu bieten, sich im Klimaschutz zu engagieren – und so ein Umdenken im Tourismus, der Wirtschaft und der Gesellschaft zu bewirken. Mittlerweile gibt es POW weltweit, neben dem 2014 gegründeten Chapter in Österreich finden sich in neun anderen europäischen Ländern POW-Ableger, zudem gibt es POW Europa als Dachorganisation. 

Wie POW arbeitet

Um mehr Menschen für den Klimaschutz zu gewinnen, arbeiten wir bei POW in verschiedenen Allianzen zusammen. Die Athlete Alliance, bestehend aus Profi-Sportler:innen verschiedener Bergsport-Disziplinen, trägt durch ihre Bekanntheit die Botschaft von POW in die Welt hinaus. Gestützt wird diese Botschaft durch die Erkenntnisse der Science Alliance, ein Netzwerk von Wissenschaftler:innen, das Forschung zu den Themen Wintersport, Tourismus und Klimakrise betreibt. Die Creative Alliance hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Anliegen von POW durch Film und Fotografie näher an die Menschen zu bringen. Die neu gegründete Guides Alliance setzt sich aus aktiven Bergführer:innen sowie Ski- und Mountainbikeguides zusammen. Menschen, für welche die Berge nicht nur Leidenschaft, sondern auch fundamentale Grundlage ihres Berufs sind. Das Ziel: Offen über die Problematiken in ihrem Berufsfeld zu sprechen und Kolleg:innen sowie Kund:innen aufzuklären. 

Erdgespräche (c) Mitja Kobal_Greenpeace

Bildung und Workshops 

Um die Problematik der Klimakrise und ihre Zusammenhänge mit Wirtschaft und Tourismus auch für junge Menschen greifbar zu machen, haben wir das „Hot Planet – Cool Athlete“ Programm entwickelt. Freiwillige aus den jeweiligen Regionalteams werden dabei von aktiven Athlet:innen in Schulen begleitet, um mit Kindern und Jugendlichen einen interaktiven Klimaworkshop durchzuführen. Es gilt dabei, junge Menschen sowohl für den Outdoorsport, als auch Klimaschutz zu begeistern. Für Oberstufler und Erwachsene bieten POW-Volunteers auch Climate Fresk Workshops an.

Klimaworkshop (c) Mia Maria Knoll

Schwerpunkt Mobilität 

Einer der größten Hebel, um den Bergsport schnell umweltfreundlicher zu machen, ist die Mobilität. Rund 70% der Emissionen eines durchschnittlichen Skitages entstehen alleine bei der Anreise. POW will daher alle Stakeholder dazu animieren, das Angebot der öffentlichen Anreise deutlich zu verbessern. Außerdem setzen wir uns aktiv dafür ein, die Hürde zum Wechsel auf die Öffis zu senken.In Zusammenarbeit mit dem Verein Bahn zum Berg haben wir im vergangenen Jahr zwei Öffi-Tourenführer für Nordtirol herausgebracht, die als Hilfestellung und Inspiration dienen sollen. Weitere derartige Projekte in anderen Alpenregionen befinden sich derzeit in Arbeit.

Klimaschutz ist überparteilich

Gute Öffiverbindungen reichen aber nicht, um die Bedrohungen der Klimakrise in den Griff zu bekommen. Wir zeigen daher bei Podiumsdiskussionen sowie in Gesprächen mit Politiker:innen und der Wintersportindustrie vernünftige Rahmenbedingungen für eine klimafreundliche Ausübung des Winter- und Outdoorsports auf. Mit Kampagnen und Petitionen versuchen wir außerdem, die Klimakrise und die Forderungen von POW mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen. 

Bisherige Erfolge

Große mediale Aufmerksamkeit erzielte unsere Petition an den internationalen Skiverband FIS, in dem wir eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie forderten.  Auch das im Sommer 2023 durchgeführte Gletscherbegräbnis war ein voller Erfolg für die Organisation. POW Austria hat den größten Gletscher Österreichs symbolisch beerdigt, weil die Gletscherzunge der Pasterze schon bald abreißen und der Großteil dann nur mehr aus Toteis bestehen wird. Die Aktion fand in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler:innen und Vertreter:innen der Kirche statt. POW-Geschäftsführer Moritz Nachtschatt erklärt unsere überparteiliche Herangehensweise so: „Klimaaktivismus findet oft in einer gewissen Bubble statt. Gemeinsame Aktionen wie das Gletscherbegräbnis zeigen auf, dass Klimaschutz aber ein Thema aller sozialen Milieus und politischen Richtungen sein sollte.“

Mir ist wichtig zu betonen, dass, auch wenn jeder in seinem Handlungsfeld sein Bestes gibt, man die Verantwortung einer globalen Krise nicht auf Einzelpersonen übertragen kann. Es ist daher wichtig, dass wir uns vernetzen und gemeinsam Missstände und Lösungen aufzeigen und dass die Politik durch gezielte Maßnahmen und Regulierungen ein System schafft, das klimafreundliche Investitionen und Verhaltensweisen erleichtert – und das Gegenteil davon sanktioniert.

Gletscherbegräbnis (c) Luca Jänichen

Werde aktiv: 

Wer sich ehrenamtlich (etwa mit Klimaworkshops oder redaktioneller Mitarbeit) bei POW engagieren möchte, kann sich gerne bei meinem Kollegen Danilo unter danilo@protectourwinters.at melden. Interessierte Athlet:innen aus allen Outdoorsportsektoren wenden sich bitte an meine Kollegin Manuela, die unter  manu@protectourwinters.at erreichbar ist. 

Instagram: @protectourwintersaustria

Alex ist einer der Co-Gründer des Impact Hub Tirol. Er verantwortet im Hub den pioneer:impact Accelerator und begleitet auch sonst Startups von ihrer Idee bis hin zur Marktreife. Der studierte Energietechniker und -wirt ist fasziniert von Innovationen, die unsere Gesellschaft weiter voranbringen. Dabei ist es ihm einerlei, ob es sich um besonders innovative Geschäftsmodelle oder um innovative neue Technologien handelt. “Hauptsache, es geht was.“, meint er selbst.

Um direkt zu Beginn auf die häufigst gestellte Frage seit meiner Rückkehr aus Dubai einzugehen: Die Ergebnisse der COP 28, wie von Gernot Wagner im Standard zusammengefasst, sehe ich als einen positiven Schritt in die richtige Richtung. Und zum Austragungsort: Ich persönlich kann es mir nur schwer vorstellen, dass eine Konferenz in Berlin unter der Leitung von z.Bsp. Robert Habeck, zum ersten Mal in der Geschichte das Rückgrat der Wirtschaft der OPEC-Staaten – nämlich deren Öl und Gas – als die Hauptursache der Klimakrise erklären könnte. Dies insbesondere, wenn sie von einer Regierung mit grüner Beteiligung geführt wird, die noch bis 2038 den Abbau und die Verbrennung von Kohle im großen Stil unterstützt. Deswegen hat meiner Meinung nach Dubai etwas erreicht, das wohl nur dort möglich war. Den Antritt eines Gegenbeweises bleibe ich schuldig.

Aber wie kommt es überhaupt dazu, dass ich zur COP fahre? Das hat mit den innovativen Startups zu tun, die wir im Impact Hub betreuen dürfen. Eines davon ist REPS. REPS steht für Road Energy Production System und ist ein von Alfons Huber entwickelter mechanischer Energiewandler, der auf Basis einer permanent-magnetischen Lagerung Schwingungen in elektrische Energie umwandeln kann.

Das klingt zuerst einmal nicht besonders spektakulär. Es sei denn, man ist sich bewusst darüber, wie viel Energie wir tagtäglich nicht nutzen, weil unsere Antriebe, Maschinen und Anlagen viel Energie “verlieren”, weil sie in Form von Reibung und Schwingungen nicht nur ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen.

Bislang kann diese verschwendete Energie nur in sehr kleinen Maßstäben zurückgewonnen werden. Das Feld, in dem sich REPS hier bewegt, wird Energy Harvesting, also Energie-Ernten genannt, und wird zurzeit über Piezo-Kristalle und Dynamo Prinzipien bewerkstelligt. Alfons hat mit dem Patent der permanentmagnetischen Lagerung nicht nur das Earnshaw-Theorem, mittlerweile gemessen und verifiziert, “ausgetrickst”, sondern damit auch eine Erfindung gemacht, die dieses ganze Feld in ganz andere Dimensionen bringen könnte.

Und das ist natürlich nicht nur uns beim Impact Hub aufgefallen, sondern hat vor allem international für Aufsehen gesorgt. So kam es auch, dass REPS von Advantage Austria, der Außenhandelsabteilung der Wirtschaftskammer, zu einer Mission nach Abu Dhabi und Dubai im Rahmen der COP 28 eingeladen wurde. Und Alfons hat mich eingeladen, Teil dieser Reise zu sein.

So kam es nun, dass ich etwas spontan und semi-vorbereitet am schneereichsten Tag des Jahres mit dem REPS-Team am Flughafen stehe und darauf warte in die Golf-Region zu fliegen, um dort “unsere” Technologie zu präsentieren. Wir alle vier waren ein wenig nervös, ist es doch für den Großteil von uns die erste Reise in diese Region und für uns alle, das erste Mal bei DER Klimakonferenz, dem Epizentrum der politischen Krisenabwehr.

Die Mission der Wirtschaftskammer brachte uns die ersten beiden Tage nach Abu Dhabi. Dort hatten wir die Möglichkeit uns mit Johannes Brunner, quasi unserem “Botschafter” der österreichischen Wirtschaft und Hauptorganisator der Reise, noch spät in der Nacht über die Region auszutauschen. Im Gespräch mit ihm merkten wir schnell, dass hier viel möglich ist, man aber auch genau wissen muss, was man hier machen kann und was man lieber bleiben lässt.

Der eine Tag, den wir zur Gänze in Abu Dhabi verbracht haben, war ein Tag voller Highlights. Unter Anleitung der sympathischen WK-Vizepräsidentin Carmen Goby startete der Tag mit einem Besuch in der International Renewable Energy Agency – kurz IRENA – um uns dort neue Studienergebnisse und Zielpfade der internationalen Organisation vorstellen zu lassen. Und als ob ich es bestellt hätte wurde in der ersten Diskussion der Mission direkt über grünen und blauen Wasserstoff debattiert. Eine Farbkombi, die uns später auch noch einmal begegnen wird. 

Nächster Programmpunkt war der Besuch in der Masdar City, einer “CO2-neutralen” Wissenschaftsstadt auf 6 Quadratkilometern, die zukünftig knapp 50.000 Menschen Wohn- und Arbeitsort sein soll. Geplant wurde das Ganze von Norman Foster, der Bau begann 2008 und bis 2030 sollte alles fertig sein. Die ganze Stadt strotzt gerade so vor Innovation, was vor allem daran auszumachen ist, dass an jeder Ecke ein neuer Prototyp von irgendeiner Technologie steht, der mal mehr und mal weniger zu gebrauchen ist. Das Motto hier: “Hauptsache wir sind die Ersten!“ 

Später am Abend dieses Tages wurde noch der Energy Globe Award im Rahmen eines Abendempfanges in unserem Hotelgarten (Dezember – kältester Monat – 26°C) verliehen. Der Blick in Alfons‘ Augen während der Trophäenübergabe verriet, dass sein Erfinderherz ein neues Ziel gefunden hatte. Ich tippe auf 2026. 

Architektur am EXPO Gelände

Die COP – The Conference of the Parties – selbst fand auf dem spektakulären Gelände der World EXPO 2020 statt. Nachdem wir im vollklimatisierten Bus und mit den mobilen Wifi-Routern der Wirtschaftskammer auf der einstündigen Reise von Abu Dhabi nach Dubai noch ausreichend Zeit hatten unsere Ziele zu reflektieren, unsere Dokumente durchzugehen, das Programm zu studieren und einen kleinen Powernap zu machen, waren wir endlich am Ort unserer Begierde angekommen. Aber zuerst hieß es einmal, sich anzustellen. Bereits in der Warteschlange wurde deutlich, wie divers diese Veranstaltung ist. Junge Menschen mit Demoschildern, alte Männer mit Aktentaschen, aus jeder Richtung kam eine andere Sprache und wir vier inmitten unserer Delegation gespannt, wie lange es noch dauern würde, bis wir auf dem Gelände sind.

Das Gelände ist in eine BLUE und eine GREEN Zone eingeteilt. In der blauen Zone finden die politischen Verhandlungen statt, während in der grünen Zone eine riesige Nachhaltigkeitsmesse stattfindet.  Sämtliche Unternehmen, vor allem aus der MENA-Region, die etwas auf sich halten und ihre Nachhaltigkeitsbestrebungen auf der ganz großen Bühne präsentieren wollen, sind hier vertreten. Die Tage zuvor haben wir noch eine wichtige Unterscheidung gelernt: Bei Anzugsträgern (nicht gegendert) sollten wir auf das Schuhwerk achten. Weiße Sneaker für politische Verhandler, Lack und Leder für Lobbyisten und Unternehmer. Da wir mit dem Ziel da waren, vor allem wirtschaftliche Kontakte zu schließen, hieß es nun, Ausschau nach Lack und Leder zu halten.

Zwischen riesigen futuristisch anmaßenden Gebäuden, Pavillons und Skulpturen verging der Tag auf der COP dann schnell: Eintritt über die Blue zone und kurze Möglichkeit für ein paar Erinnerungsfotos; Ein  österreichisches Startup besuchen, dass Flugtaxis entwickelt und in Kürze in der Golfregion an den Start gehen wird; Networking Im Startup-Areal, das ca. 100 GreenTec Startups und “Impact” Fonds umfasst; Eine Paneldiskussion zum Thema Wasserstoff verfolgen; und dann unser Höhepunkt:

Unseren Kontaktmann Adam (blauer Anzug, braune Lederschuhe) zu treffen und einen Vertrag zu unterzeichnen, den wir die 7 Monate zuvor verhandelt haben. Damit ist der Grundstein für einen Einstieg von REPS in die Golfregion beschlossen.

Adam Mills und Alfons Huber bei der Verrtagsunterzeichnung

Noch bevor wir Zeit hatten, unseren Tag zu verdauen, folgte schon das letzte offizielle

Highlight im Programm der Mission: Die Reception in Dubai. Nach den Grußworten von Johannes Brunner, Carmen Goby und dem österreichischem Botschafter in den UAE hieß es nun, mit den anderen Teilnehmer:innen, aber auch mit geladenen Gästen in den Austausch zu treten. Die Fülle an österreichischen Unternehmer:innen, die in den UAE ihre neue Heimat und/oder Geschäftsmöglichkeiten zu finden versuchen, war dabei besonders beeindruckend. Und das Schöne an dieser Veranstaltung: Die Bekämpfung der Klimakrise war hier in jedem Gespräch das übergeordnete Ziel.

Nach vielen fruchtvollen Gesprächen hieß es für unser kleines Team ein letztes Mal, an der Hotelbar unsere Eindrücke zu reflektieren, bevor wir am Morgen danach unsere Heimreise in das verschneite Tirol antreten. Während meine drei Freunde schon im Flieger nach München waren, nutzte ich meine verbleibende Zeit, um mir noch den Burj Khalifa anzuschauen. Ein obligatorisches Selfie mit dem Titel “Langes Glump vorm Langen Glump” (inspired by Daniel Steiner) durfte dabei natürlich nicht fehlen. Noch am Flughafen konnte ich eine Presseaussendung für unsere heimischen Medien entwerfen, die zu unserem Wohlwollen auch viel Anklang in der Tiroler Presse fand.

„Langes Glump vor langem Glump“

Mit fast zwei Monaten Abstand zu dieser politischen und wirtschaftlichen Großveranstaltung kann ich hier nun meine Learnings zusammenfassen:

– Die COP ist zwar viel Show, gerade nach außen, aber trotzdem finden sich hier 100.000 Menschen ein, die alle ihre eigenen Anliegen einbringen, aber ein gleiches Ziel haben: Die Klimakrise zu bekämpfen und dabei ihre Agenda nicht zu verlieren.

– Gerade weil die Klimakrise alle Lebensbereiche, Branchen und Länder betrifft, ist es wichtig, dass man regelmäßig so viele Stakeholder:innen zusammenbringt.

– Als Startup Lobbying zu betreiben, zahlt sich auch bereits in einem sehr frühen Stadium aus. Gerade wenn man eine Technologie entwickelt, die abhängig von Zulassungen und Regularien ist.

– Mit einer gemeinsamen Mission zu einem Business Event zu fahren, ist eine unterschätzte Möglichkeit des Team Buildings.

– Die Wirtschaftskammer ermöglicht viele Dinge, von denen man gerade als Erstgründer:in zu wenig erfährt, jedoch extrem hilfreich in der Weiterentwicklung sein können.

– Die UAE sind eine sehr spannende Region, jedoch mit sehr viel Vorsicht zu betrachten und auf keinen Fall ohne Unterstützung der österreichischen Vertreter:innen dort zu bewerkstelligen ist.

Mit diesen gesammelten Erfahrungen ist es nun Zeit mich zu fragen, ob ich wieder hinfahren würde. Meine Antwort darauf ist, dass ich wohl lieber wieder zu einer COP fahren würde, als in die – very busy – Stadt Dubai zu kommen. Mit Blick in die nahe Zukunft wird es wohl anders kommen. Die nächste COP findet übrigens in Baku statt.

Solltet ihr nun auch Lust darauf bekommen haben, mit uns ähnliche Abenteuer zu erleben, so lade ich euch gerne ein, mit mir Kontakt aufzunehmen. Der Impact Hub Tirol unterstützt Startups nicht nur in seiner Community-Arbeit oder in Programmen, sondern arbeitet auch in individueller Arbeit mit Ventures zusammen.  Falls ihr mehr Infos dazu haben wollt: Ihr erreicht mich unter alex.auer@impacthub.net oder +43 664 65 28 633

Euer Alex.

Anna Köhl und Simon Tumler sind Co-Founder von endlich. und haben vor knapp einem Jahr gegründet. Ziel ihrer Arbeit ist es, zirkuläre Transformation und Innovation durch Beratungs- und Bildungstätigkeit voranzutreiben. Während sich Anna bereits seit über zehn Jahren mit der Kreislaufwirtschaft auseinandersetzt liegt Simon’s Hintergrund vor allem in Innovationsmanagement und Design. Anna sucht gerne das Weite und ist am liebsten draußen unterwegs, während Simon seine Muße vor allem in Kunst und Musik findet. Beide haben sich während ihrer Zeit bei einer Innsbrucker Strategieberatung kennengelernt.

„Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen, die zu seiner Entstehung beigetragen haben.“ [Albert Einstein]

Eine alte und oft zitierte Aussage von Albert Einstein – die aber aktueller ist als je zuvor. Die Menschheit steht vor einer der größten Transformationen der Geschichte: der Wandel unseres klima-, menschen- und wirtschaftsschädlichen linearen Systems zu einem alternativen, zukunftsfähigen und zirkulären Modell. Ziel: die Aufhaltung bzw. Umkehr des Klimawandels und des Biodiversitätsverlusts und somit die Sicherstellung unserer aller Lebensgrundlage.

Extrem viel Fokus wird hierbei auf technologische Entwicklung gelegt – wie zum Beispiel E-Mobilität, Solar- und Windenergie und Kohlenstoffspeicherung. Diese Technologien werden dringend benötigt und bieten hohes Einsparungspotential – gleichzeitig wird aber die Rolle von hochwertiger Bildung sehr selten diskutiert. Dabei liegt hier der essenzielle Hebel für Verhaltensänderungen – die Grundlage für Systemänderung. Bildung ist wichtig, um eben neue Denkstrukturen zu entwickeln, wie von Albert Einstein gefordert, um neue Ansichten, Perspektiven, Verhalten und Praktiken zu etablieren und damit das „wicked problem“ Klimawandel zu lösen.

Und die Wirkung von Bildung auf den CO2-Ausstoß ist enorm: Wenn sich nur 16 Prozent der Schüler:innen der Sekundarstufe in Ländern mit mittlerem und hohem Einkommen mit dem Klimawandel beschäftigen würden, könnten bis 2050 fast 19 Gigatonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht der Reduktion von Emissionen von fast 80 Millionen Haushalten (Cordero et al. 2020) . Auf den ersten Blick mag es schwierig sein, die einzelnen Klimalektionen mit einer bedeutenden Verringerung der CO2-Emissionen in Verbindung zu bringen, aber Bildung führt zu effektiver Bewusstseinsbildung und messbaren Verhaltensänderungen – wie zum Beispiel dem Verzicht auf Autofahren und Flugreisen, oder die Veränderung von Konsum- und Essgewohnheiten. Und hierbei sind nur die Effekte der privaten Verhaltensänderungen erfasst – die ganz großen Hebel können wir durch unsere Entscheidungen im beruflichen Alltag betätigen. Diese Entscheidungen umfassen große Veränderungen wie neue Geschäftsmodelle, Designansätze und Regularien, auf Basis von systemischem und holistischem Denken. Aber auch kleine Entscheidungen wie die Umstellung auf Online-Meetings, die Möglichkeit zum Home-Office oder die Reduktion von Fleisch bei der Weihnachtsfeier etc.

Etwas im Kleinkindalter zu erlernen ist einfach. So habe ich letztens mein zweijähriges Kind beobachtet, wie es zu einem anderen Kind gesagt hat: „Nein, Auto machen so nniiiinn (macht das Geräusch eines Elektroautos) und nicht so brruum (macht das Geräusch eines Verbrennungsmotors)“. Weil es für ihn klar ist, dass viele Autos so klingen. Für uns im Erwachsenenalter ist es nicht mehr so einfach etwas zu umzulernen – wir haben bereits vieles erlernt und abgespeichert. Wenn meine Eltern mit meinem Kind mit Autos spielen, machen sie das Geräusch eines Verbrennungsmotors (obwohl sie selbst E-Auto fahren) – das geht ganz automatisch und ist schwierig „umzulernen“. Die meisten von uns müssen erst noch viel „verlernen“. Wir haben uns daran gewöhnt, ohne zu fragen Einweg Take-Away Geschirr zu erhalten, öffentliche Verkehrsmittel nicht ausreichend zu nutzen, unüberlegt Flugreisen zu machen oder fast täglich Fleisch zu konsumieren. Wir haben uns daran gewöhnt, dass die Produkte, die wir produzieren im aktuellen System nun mal Menschen und den Planeten ausbeuten. Dass Produkte eben irgendwann kaputt gehen MÜSSEN, um neue Produkte zu verkaufen und damit Gewinn und Wohlstand entstehen kann.

Wir haben diese Verhaltensweisen nicht entwickelt, weil wir aktiv zum Klimawandel beitragen wollten, sondern weil sie Status-quo sind bzw. waren, weil wir gelernt haben, dass dies die Normalität ist. Und dass es jedenfalls noch jede Menge an Bildung braucht, um Denkmuster und Verhalten zu ändern zeigt eine Umfrage von Kearney. Diese hat 1500 Menschen befragt was ihrer Meinung nach die wichtigsten Verhaltensmaßnahmen zur Verringerung von CO2 sind – und stellt diese den Fakten gegenüber. Klar ersichtlich, dass bestimmte Bereiche dramatisch überschätzt werden, wobei größere Hebel wie Gebäudesanierungen und der Verzicht auf Fleisch unterschätzt werden (Bilstein und Rietmann 2020) .

(Bilstein und Rietmann 2020, S. 8)

Glücklicherweise wissen wir, dass wir durch Bildung einen Wandel herbeiführen können. Klimabildung für die nächste Generation bildet die Grundlage – und hierbei ist überall anzusetzen (Kinderspiele- und Bücher, neue Lehrpläne, Initiativen wie Frei-Day…). Es reicht jedoch nicht aus, einfach auf die neue Generation zu warten. Wandel muss jetzt passieren. Die Generation, die heute in Entscheidungspositionen sitzt, muss alte Muster verlernen und neue Erlernen!

Als mein Geschäftspartner Simon Tumler und ich vor einigen Jahren selbst in Bildungskarenz waren, suchten wir beide – unabhängig voneinander – nach Weiterbildungsmöglichkeiten zum Thema Circular Economy. Leider war unsere Suche damals nicht erfolgreich. Für uns war klar, diese Lücke muss gefüllt werden. Das österreichische Bildungskarenzprogramm bildet eine super Chance, Personen, welche oft bereits in Entscheidungsrollen sind, neues Wissen zu vermitteln und somit Wandel anzustoßen. Aus dieser Idee ist der endlich. Circular Economy Pioneer entstanden. Ein 100% self-paced Online-Diplomlehrgang zum Thema Circular Economy. In 117 Lektionen entlang von 7 Modulen spannen wir einen tiefgreifenden Bogen von den Grundlagen des linearen Wirtschaftsmodells, über die Kernaspekte der Circular Economy bis hin zu spezifischen, anwendungsorientierten Design- und Geschäftsmodell- Strategien. Auch die neue Denkweise – systemisches Denken wird im Detail beleuchtet. Untermauert durch über 70 Fallbeispiele und über 100 Infografiken sind alle Inhalte u.a. als Hörbücher verfügbar. Der Lehrgang bietet Entscheider:innen einen strategischen Vorteil – mit dem Wissen der Zukunft die Entscheidungen von Heute richtig fällen.

Wir freuen uns, dass es neben diesem Lehrgang mittlerweile auch noch weitere Angebote in Tirol und Österreich gibt und wir alle gemeinsam einen Teil zum Wandel der Denkweise und damit des Systems beisteuern dürfen.

Du hast jetzt Lust bekommen dich mit den Konzepten der Circular Economy auseinanderzusetzen? Die perfekte Gelegenheit bietet sich schon am Do, 7. Dez. 2023 von 13:00 bis 15:00 beim Demo Day des CIRCO Tracks, einer Kooperation von endlich. und dem Impact Hub Tirol.

[Autor:innen: Anna Köhl und Simon Tumler, Co-founders von endlich.

Weitere Ressourcen zum Thema:

Bücher:

 

Da wir immer wieder gefragt werden, welche Bücher denn im Social Entrepreneurship Bereich zu empfehlen sind, haben wir euch hier eine kurze Liste inspirierender wie informativer Bücher zusammengestellt, die neue Blickwinkel auf unsere Zukunft ermöglichen.

1. Für Einsteiger in Social Entrepreneurship

Fast schon ein Muss: Für alle, die gerne einmal wirklich verstehen möchten, um was es bei dem Thema Social Business geht, führt wohl kein Weg um Muhammed Yunus herum. Der Gründer der Grameen-Bank skizziert in dem Buch „Ein anderer Kapitalismus ist machbar“ eine konkrete Vision einer neuen, postkapitalistischen Welt. Als Friedensnobelpreisträger für seine Mikrokredite ist er einer der prominentesten Figuren der Szene und wird oft als „Erfinder“ von Social Business bezeichnet. Sein neues Buch dreht sich um die Fragen: Wie kann eine Wirtschaftsordnung jenseits des Kapitalismus aussehen? Und welche Schritte müssen gegangen werden, damit diese neue Ordnung Wirklichkeit wird? Ein inspirierendes Werk voller interessanter Insights und Erklärungen rund um das Konzept und die Bewegung Social Business.

2. Für werdende SozialunternehmerInnen und Coaches

Während die Startup Welt mit „Lean Startup“ schon fast eine eigene Bibel besitzt, erschien 2018 angelehnt an diesen Klassiker das Buch „Lean Impact“ von Ann Mei Chan. Das Buch ist besonders interessant für alle, die gerade selbst sozialunternehmerisch tätig werden möchten oder schon mit dem Lean Startup Konzept zu tun hatten und jetzt einen Schritt weiter Richtung Impact gehen möchten. In diesem Video und diesem Blog findet ihr eine gute Übersicht über das Buch. Ihre Message „Think big, start small“ untermauert sie mit Geschichten aus über 300 Organisationen weltweit. Das Buch versteht sich auch als Guide, um den eigenen unternehmerischen Social Impact zu maximieren.

3 . Alternative Unternehmensorganisation

Fragt man Social Entrepreneurs nach ihrem Lieblingsbuch, so schafft es „Reinventing Organizations“ wohl auf Platz 1. In diesem Klassiker der modernen Organisationsliteratur beschreibt Frederic Laloux, wie sich Unternehmen und Organisationen mit neuen Management Prinzipien anders denken und führen lassen. Laloux ist berühmt geworden für sein Konzept der Selbstorganisation und gilt als Revolutionär der Szene. Dieses Buch ist besonders interessant für jene, die gerne weg möchten von der klassischen Art, mit der Unternehmen heutzutage geführt werden.

Ebenfalls inspirierend für bestehende Unternehmen ist „Let my people go surfing“ von Patagonia Gründer Yvonee Chouinnard. In seinem Buch erzählt der Pioneer von der Gründungsgeschichte des Bergsportunternehmens und gibt detailreiche Einblicke in die Entwicklung und Herausforderungen. Besonders interessant sind die Ausführungen zum persönlichen Purpose des Gründers – also der Grund, warum er das Unternehmen überhaupt führt – seine Antwort ist schließlich keine geringere als: „to lead coporate America by example“.

4. Für Changemaker

Wenn man sich lieber mit gesellschaftlichem Wandel beschäftigt als mit der Unternehmensperspektive, haben wir hier noch zwei Tipps:

Der Weltbestseller Factfulness von Hans Rossling liefert eine faktenreiche Basis für kontroverse Diskussionen, wie es ein Buch selten schafft. Rossling hinterfragt dabei, ob es uns wirklich immer schlechter geht – ohne aktuelle globale Problemstellungen zu relativieren und illustriert wie erschreckend falsch wir die Welt einschätzen. Fazit: Ein kleines Meisterwerk an der Schnittstelle von Statistik, Wissenschaft und Gesellschaftskritik – mit viel frei zugänglichem Infomaterial auf seiner Website gegen menschliche Ignoranz.

Genauso spannend, jedoch mit einem anderen Ansatz, diskutiert Harald Welzer in seinem Buch „Selbst denken“ aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen in historischer Perspektive. Mit pointierten Statements und kritischen Thesen, appelliert Welzer an die Eigenverantwortung des Einzelnen und liefert Argumentationsstränge mit bleibendem Eindruck.

5. Für Fortgeschrittene:

Thinking in Systems ist vielleicht nicht ganz so einfach zu lesen wie die bisherigen Bücher, büßt aber keinesfalls an Relevanz ein. Die Autorin Donella Meadows ist berühmt als eine der ersten Wissenschaftlerinnen, die das unendliche Wachstumsprinzip unserer Wirtschaft öffentlich anprangerte. Das Buch thematisiert die systemischen Zusammenhänge globaler Problemstellungen und präsentiert Tools und Herangehensweisen, wie sich Herausforderungen als System betrachten lassen. Besonders relevant also für Systems Entrepreneurs, die Probleme an ihrer Wurzel angehen wollen.