Unsere Community verbindet einiges – unter anderem die vollen Terminkalender von jedem und jeder einzelnen. Nichts desto trotz hat sich auch im Herbst 23 wieder ein Großteil unserer Community Mitglieder Zeit genommen für unseren Kick-off. Gemeinsam ging es zu Fuß auf die Umbrüggler Alm. Schon auf dem Weg dorthin wurde spürbar, was uns verbindet und antreibt. Kaum ein Gespräch blieb oberflächlich und so waren, oben angekommen, alle im perfekten Mindset, um in die Planung der Zukunft des Impact Hub zu gehen. Volle Flipcharts, neue Begegnungen und konkrete Wünsche waren nur einige der Outcomes. Jene Outcomes begegnen das Impact Hub Team in ihrer alltäglichen Arbeit regelmäßig. So bleibt Co-Creation ein lebendiges Element und community-zentrierte Entwicklung ein Grundstein des Impact Hub Tirols.
Protect Our Winters hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Outdoorcommunity zu vernetzen und sich gemeinsam für mehr Klimaschutz einzusetzen. Aufklärung und Kooperation stehen dabei im Fokus. Lena Öller ist freie Journalistin und seit vier Jahren POW-Mitglied. Warum und was POW genau macht, erklärt sie in diesem Text. Meine Motivation Ich liebe es, dass ich meine Freizeit in der Natur verbringen kann. Dass ich die Berge durch verschiedene Sportarten hautnah erleben und sie durch die vorhandene Infrastruktur auch auf einfachem Weg nutzen kann. Und ich möchte, dass das auch so bleibt – dass auch künftige Generationen die Berge als Naherholungsraum nutzen können, dass Tourist:innen weiterhin gerne zu uns auf Urlaub fahren und dass es auch in Zukunft viele Jobs in diesem Bereich gibt, die es vielen Leuten ja überhaupt erst ermöglichen, in dieser wunderbaren Umgebung leben zu können. Seit meiner Kindheit sehe ich, welchen Stellenwert der Wintertourismus im Westen Österreichs einnimmt. Ohne die vielen Skigebiete und die dazugehörenden Betriebe, wie Sporthändler, Skischulen, Hotels und Restaurants, aber auch die liefernden Gewerke, gäbe es in vielen Orten keine ausreichende wirtschaftliche Grundlage, um den Menschen ihren heutigen Lebensstandard zu ermöglichen. Seit meiner Kindheit sehe ich aber auch die drastischen Veränderungen, die die Klimakrise und der Wunsch nach wirtschaftlichem Wachstum mit sich bringt. Wetterereignisse werden immer unberechenbarer und Extreme immer häufiger. Die Natur wird mehr und mehr verbaut, die Skigebiete expandieren – noch ein weiterer Speicherteich, noch eine breitere Piste, noch mehr Beton in den Berg – für im Endeffekt noch mehr Geld. Ich glaube, es braucht hier ein Umdenken. Ich glaube, dass wir uns mehr dafür einsetzen sollten, das, was unsere Region besonders macht, zu bewahren. Das bedeutet, dass wir als Gesellschaft von jetzt an möglichst klimafreundlich handeln sollten und dass Entscheidungsträger:innen in Maßnahmen investieren müssen, die es uns leichter machen, nachhaltiger zu leben und im Endeffekt unseren Lebensraum und Wirtschaftsstandort langfristig sichern. Ich glaube, dass die Outdoorsportcommunity, allesamt naturverbundene Menschen mit vielen ähnlichen Interessen, einen enormen Einfluss auf Politik und Wirtschaft hat. Vor allem, wenn wir die Chance nutzen, uns zu vernetzen und gemeinsam mit anderen Stakeholdern an wirklichen Lösungen arbeiten. Protect Our Winters versucht genau das – und deshalb bin ich Mitglied. INFO: Ursprünglich stammt die Bewegung “Protect Our Winters” aus den USA, wo sie im Jahr 2007 von der Snowboard-Legende Jeremy Jones gegründet wurde. Sein Ziel war es von Beginn an, der breiten Masse eine Möglichkeit zu bieten, sich im Klimaschutz zu engagieren – und so ein Umdenken im Tourismus, der Wirtschaft und der Gesellschaft zu bewirken. Mittlerweile gibt es POW weltweit, neben dem 2014 gegründeten Chapter in Österreich finden sich in neun anderen europäischen Ländern POW-Ableger, zudem gibt es POW Europa als Dachorganisation. Wie POW arbeitet Um mehr Menschen für den Klimaschutz zu gewinnen, arbeiten wir bei POW in verschiedenen Allianzen zusammen. Die Athlete Alliance, bestehend aus Profi-Sportler:innen verschiedener Bergsport-Disziplinen, trägt durch ihre Bekanntheit die Botschaft von POW in die Welt hinaus. Gestützt wird diese Botschaft durch die Erkenntnisse der Science Alliance, ein Netzwerk von Wissenschaftler:innen, das Forschung zu den Themen Wintersport, Tourismus und Klimakrise betreibt. Die Creative Alliance hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Anliegen von POW durch Film und Fotografie näher an die Menschen zu bringen. Die neu gegründete Guides Alliance setzt sich aus aktiven Bergführer:innen sowie Ski- und Mountainbikeguides zusammen. Menschen, für welche die Berge nicht nur Leidenschaft, sondern auch fundamentale Grundlage ihres Berufs sind. Das Ziel: Offen über die Problematiken in ihrem Berufsfeld zu sprechen und Kolleg:innen sowie Kund:innen aufzuklären. Erdgespräche (c) Mitja Kobal_Greenpeace Bildung und Workshops Um die Problematik der Klimakrise und ihre Zusammenhänge mit Wirtschaft und Tourismus auch für junge Menschen greifbar zu machen, haben wir das „Hot Planet – Cool Athlete“ Programm entwickelt. Freiwillige aus den jeweiligen Regionalteams werden dabei von aktiven Athlet:innen in Schulen begleitet, um mit Kindern und Jugendlichen einen interaktiven Klimaworkshop durchzuführen. Es gilt dabei, junge Menschen sowohl für den Outdoorsport, als auch Klimaschutz zu begeistern. Für Oberstufler und Erwachsene bieten POW-Volunteers auch Climate Fresk Workshops an. Klimaworkshop (c) Mia Maria Knoll Schwerpunkt Mobilität Einer der größten Hebel, um den Bergsport schnell umweltfreundlicher zu machen, ist die Mobilität. Rund 70% der Emissionen eines durchschnittlichen Skitages entstehen alleine bei der Anreise. POW will daher alle Stakeholder dazu animieren, das Angebot der öffentlichen Anreise deutlich zu verbessern. Außerdem setzen wir uns aktiv dafür ein, die Hürde zum Wechsel auf die Öffis zu senken.In Zusammenarbeit mit dem Verein Bahn zum Berg haben wir im vergangenen Jahr zwei Öffi-Tourenführer für Nordtirol herausgebracht, die als Hilfestellung und Inspiration dienen sollen. Weitere derartige Projekte in anderen Alpenregionen befinden sich derzeit in Arbeit. Klimaschutz ist überparteilich Gute Öffiverbindungen reichen aber nicht, um die Bedrohungen der Klimakrise in den Griff zu bekommen. Wir zeigen daher bei Podiumsdiskussionen sowie in Gesprächen mit Politiker:innen und der Wintersportindustrie vernünftige Rahmenbedingungen für eine klimafreundliche Ausübung des Winter- und Outdoorsports auf. Mit Kampagnen und Petitionen versuchen wir außerdem, die Klimakrise und die Forderungen von POW mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen. Bisherige Erfolge Große mediale Aufmerksamkeit erzielte unsere Petition an den internationalen Skiverband FIS, in dem wir eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie forderten. Auch das im Sommer 2023 durchgeführte Gletscherbegräbnis war ein voller Erfolg für die Organisation. POW Austria hat den größten Gletscher Österreichs symbolisch beerdigt, weil die Gletscherzunge der Pasterze schon bald abreißen und der Großteil dann nur mehr aus Toteis bestehen wird. Die Aktion fand in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler:innen und Vertreter:innen der Kirche statt. POW-Geschäftsführer Moritz Nachtschatt erklärt unsere überparteiliche Herangehensweise so: „Klimaaktivismus findet oft in einer gewissen Bubble statt. Gemeinsame Aktionen wie das Gletscherbegräbnis zeigen auf, dass Klimaschutz aber ein Thema aller sozialen Milieus und politischen Richtungen sein sollte.“ Mir ist wichtig zu betonen, dass, auch wenn jeder in seinem Handlungsfeld sein Bestes gibt, man die Verantwortung einer globalen Krise nicht auf Einzelpersonen übertragen kann. Es ist daher wichtig, dass wir uns vernetzen und gemeinsam Missstände und Lösungen aufzeigen und dass die Politik durch gezielte Maßnahmen und Regulierungen ein System schafft, das klimafreundliche Investitionen und Verhaltensweisen erleichtert – und das Gegenteil davon sanktioniert. Gletscherbegräbnis (c) Luca Jänichen Werde aktiv: Wer sich ehrenamtlich (etwa mit Klimaworkshops oder redaktioneller Mitarbeit) bei POW engagieren möchte, kann sich gerne bei meinem Kollegen Danilo unter danilo@protectourwinters.at melden. Interessierte Athlet:innen aus allen Outdoorsportsektoren wenden sich bitte an meine Kollegin Manuela, die unter manu@protectourwinters.at erreichbar ist. www.protectourwinters.at Instagram: @protectourwintersaustria
In diesem Blogpost teilt Stefanie, Marketing Managerin bei Tree.ly, ihre Erkenntnisse zur Bedeutung von „Net-Zero“ und der Rolle von Unternehmen im Klimaschutz. Dabei wird klar, warum John Muirs Worte, „Between every two pines is a doorway to a new world,“ für sie von besonderer Relevanz sind und wie diese Perspektive unseren Blick auf die Zukunft verändert. Der Klimawandel ist eines der drängendsten Probleme unserer Zeit. Die steigenden Temperaturen, verheerenden Naturkatastrophen und die Bedrohung der globalen Ökosysteme erfordern Maßnahmen. Tree.ly setzt sich für das Konzept von „Net-Zero“ ein: Das heißt, wir gehen einen innovativen Weg, um aktiv zur Lösung der Klimakrise beizutragen. Unser Ansatz besteht darin, zertifizierte Klimaschutzprojekte in Wäldern zu entwickeln, bei denen regionale Unternehmen die wichtigen Ökosystemdienstleistungen unserer Wälder finanziell unterstützen können. Die erzielten Einnahmen fließen direkt zurück in die Wälder, um sie klimaresilienter zu gestalten und für kommende Generationen zu bewahren. (Quelle: WWF) Was ist Net-Zero und warum ist es wichtig? Net-Zero zielt darauf ab, Treibhausgasemissionen möglichst auf Null zu reduzieren und alle verbleibenden Emissionen durch beispielsweise Ozeane oder Wälder der Atmosphäre zu entziehen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind eindeutig: Um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern, muss die globale Temperaturerhöhung auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden. Derzeit ist die Erde bereits etwa 1,1 Grad Celsius wärmer. Um die globale Erwärmung unter 1,5 Grad Celsius zu halten, müssen die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 45% reduziert werden und bis 2050 muss Net-Zero erreicht werden. Diese Ziele wurden im Pariser Klimaabkommen von 193 Staaten und der Europäischen Union unterzeichnet. Die Bedeutung von wissenschaftsbasierten Zielen: SBTi Um Unternehmen bei der Umsetzung von Net-Zero-Zielen zu unterstützen, spielt die Science Based Targets Initiative (SBTi) eine entscheidende Rolle. SBTi bietet Unternehmen umfassende Instrumente, um wissenschaftsbasierte Klimaziele festzulegen, die den Übergang zu Net-Zero ermöglichen. Der Net-Zero-Standard bietet eine klare Definition von Netto-Null-Zielen, um Verwirrung und Greenwashing zu vermeiden. Wie Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Professor für Erdsystemwissenschaften an der Universität Potsdam, betont: ‚Der Net-Zero-Standard bietet Unternehmen einen klaren Leitfaden darüber, wie sie ihre Netto-Null-Pläne mit der wissenschaftlichen Erkenntnis in Einklang bringen können, was in diesem entscheidenden Jahrzehnt für den Klimaschutz nicht verhandelbar ist. Denn uns läuft die Zeit davon.'“ (Weitere Informationen & Quelle: SBTi) Das Beitragsmodell als effektiver Ansatz für Net-Zero Das herkömmliche Kompensationsmodell sieht vor, dass Unternehmen ihre CO2-Emissionen durch Projekte ausgleichen, die Treibhausgase reduzieren. Dies ist ein wichtiger Schritt, aber allein nicht ausreichend. Das Beitragsmodell geht einen Schritt weiter, indem Unternehmen aktiv bestrebt sind, Emissionen in erster Linie zu vermeiden und zu reduzieren. Dies kann durch Maßnahmen wie Energieeffizienzsteigerungen, verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien, Förderung nachhaltiger Beschaffung und weitere umweltfreundliche Initiativen erreicht werden. Bei Tree.ly ist eine Klimabilanz bei Unternehmen eine grundlegende Voraussetzung. So können wir sicherstellen, dass tatsächlich etwas konkretes für den Klimaschutz getan wird. Dieses Engagement für Nachhaltigkeit und Klimaschutz ist ein Schlüsselmerkmal des Beitragsmodells, das Unternehmen auf ihrem Weg zu Net-Zero unterstützt. Der Weg zu Net-Zero Unternehmen müssen ihre Klimastrategien überdenken, umsetzen und kommunizieren. Eine transparente Kommunikation über Ziele und Maßnahmen ist entscheidend, um Greenwashing zu vermeiden und das Vertrauen der Öffentlichkeit zu gewinnen. Unternehmen haben eine bedeutende Rolle im Kampf gegen die Klimakrise und sollten ihre Verantwortung wissenschaftsbasiert wahrnehmen. Dieser Weg zum „Net-Zero“ ist ein effektiver Ansatz, um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen: Schritt 1: Berechne die Emissionen für deine gesamte Wertschöpfungskette Berechne einen genauen Jahresbericht über die gesamten emittierten Treibhausgase von deinem Unternehmen. Anhand dieser Berechnung kann dein Unternehmen erkennen, woher der Großteil der Emissionen stammen, wie sich dein Unternehmen insgesamt auf das Klima auswirkt und wo die Emissionen gesenkt werden können. Bei der Berechnung deiner Emissionen musst du deine gesamte Wertschöpfungskette betrachten, nicht nur deine direkten Emissionen. Es gibt einen zunehmenden regulatorischen Druck (um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen), die Verantwortung für Scope-3-Emissionen zu übernehmen, d.h. für die THG-Emissionen deiner vor- und nachgelagerten Emissionen in der Wertschöpfungskette. Das kann enorme Kosten verursachen und du solltest schon heute Maßnahmen ergreifen, um diese zu messen und zu minimieren. Schritt 2: Reduziere die Emissionen in deiner gesamten Wertschöpfungskette Nachdem du deine Gesamtemissionen berechnet hast, besteht der nächste Schritt darin, alle klimaschädlichen Emissionen zu reduzieren. Um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, müssen wir die globalen Treibhausgasemissionen bis 2030 halbieren und bis spätestens 2050 auf Netto-Null reduzieren. Beginne mit der Reduzierung der Scope-1– und 2-Emissionen, um deine jährlichen Emissionen sofort zu senken. Als nächstes empfehlen wir dir, das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Scope 3 zu bewerten und gezielte Maßnahmen zur Verringerung dieser Emissionen zu ergreifen. Wie z.B. die Auswahl neuer Partner, basiert auf deren Treibhausgasemissionen, um die bestehenden Partner in der Wertschöpfungskette zu ermutigen, ihre Treibhausgasemissionen zu verringern. Schritt 3: Übernimm die finanzielle Verantwortung Nachdem du deinen Reduktionsplan aufgestellt hast, besteht der nächste Schritt darin, einen Beitrag zu Klimaschutzprojekten zu leisten. Langfristiges Ziel ist es, bis zum Jahr 2050 komplett klimaneutral zu werden. Jedoch wissen wir, dass es bis dahin leider noch einige Zeit dauern wird. Beginne in der Zwischenzeit mit der Finanzierung von Klimaschutzprojekten, um Verantwortung zu übernehmen und die CO₂-Bilanz deines Unternehmens zu verbessern („Geld für die Tonne„). Die Verwendung des „Phase-in“-Ansatzes, um die volle finanzielle Verantwortung für die verbleibenden Treibhausgasemissionen zu übernehmen, ist der effizienteste Weg für dein Unternehmen, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Laut WWF solltest du damit beginnen, für jede Tonne Scope 1 und 2 CO₂e-Emissionen 100 € zu berechnen und Spende diesen Betrag an ein hochwertiges Klimaschutzprojekt deiner Wahl. Klimaprojekte, die sich mit der Krise des Klimawandels, dem Verlust der biologischen Vielfalt und einer ungerechten Entwicklung befassen, sind Faktoren, die du bei der Auswahl des richtigen Projekts beachten solltest. Die Projekte, für die sich dein Unternehmen entscheidet, sollten sowohl naturbasierte Lösungen als auch technologische Innovationen umfassen, die einen messbaren Nutzen für das Klima bringen. Schritt 4: Förderung des Klimabewusstseins Der letzte Schritt: Klimabefürwortung. Investiere in die Klimabefürwortung, um ein vorteilhaftes regulatorisches Umfeld sowohl für das Klima als auch für dein Unternehmen zu schaffen. Diese zusätzlichen Investitionen sollten den vier Grundsätzen folgen: global/lokal sensibel, konsequent wissenschaftlich fundiert, unabhängig finanziert und kompromisslos transparent sein. Wenn du diese Richtlinien befolgen kannst, kannst du dich wirksam für das Klima einsetzen, vertrauensvoll kommunizieren und den Klimawandel eindämmen. Warum sollten Unternehmen Net-Zero anstreben? Die Verpflichtung zum Net-Zero ist nicht nur eine ethische Verpflichtung, sondern bietet auch zahlreiche Vorteile für Unternehmen (Quelle: Carbon Trust): Erhöhung der Glaubwürdigkeit und Aufwertung des Markenimages. Stärkung der Innovationsfähigkeit zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen. Steigerung der Anpassungsfähigkeit an potenzielle zukünftige Vorschriften. Aufbau eines wachsenden Vertrauens bei Investoren. Wälder als globale Klimahelden: Wald-Klimaschutzprojekte mit Tree.ly Tree.ly entwickelt eine digitale Plattform, die Waldbesitzer:innen mit umweltbewussten Unternehmen verbindet. Wir begrüßen die Net-Zero-Denkweise, da sie perfekt mit unserer Mission übereinstimmt: Statt lediglich den Kauf von Nachhaltigkeitszertifikaten zu fördern, setzen wir auf freiwillige Beiträge, die nachhaltige Forstwirtschaft unterstützen. Warum? Weil wir glauben, dass wahre Klimaschutzmaßnahmen weit über den Kauf von Kohlenstoffzertifikaten hinausgehen. Unsere Helden: Die Waldbesitzer:innen Unsere Mission bei Tree.ly ist es, Wälder widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Dabei arbeiten wir eng mit den eigentlichen Heldinnen und Helden unserer Arbeit zusammen: den Waldbesitzer:innen. Durch die Unterstützung unserer Projekte erhalten sie Einnahmen, um gezielt Maßnahmen umzusetzen, die den Wäldern helfen, sich an die veränderten Bedingungen des Klimawandels anzupassen, das Ökosystem zu schützen und die CO₂-Sequestrierung zu fördern. Zusammenfassung Der Weg zu Net-Zero erfordert ein entschlossenes Engagement von Unternehmen, um echte Veränderungen im Kampf gegen den Klimawandel zu bewirken. Indem sie vom Kompensationsmodell zum Beitragsmodell übergehen, klare Ziele setzen, nachhaltige Praktiken implementieren und transparent über ihren Fortschritt berichten, können Unternehmen zu Klimahelden werden und eine nachhaltigere Zukunft für alle gestalten. Möchtest du mehr darüber erfahren, wie Tree.ly Unternehmen auf dem Weg zu Net-Zero unterstützen kann? Besuche unsere Website, um weitere Informationen zu erhalten. Wenn du dich weiterhin für das Thema Net-Zero und Klimaschutz interessiert, empfehlen wir dir, unseren Newsletter zu abonnieren, um regelmäßig über neue Entwicklungen informiert zu werden! Mehr über die “Bedeutung von CSRD für Unternehmen ab 2024” WWF Paper: Net-Zero Klimastrategie für Unternehmen Tree.ly auf LinkedIn
Das Klimavolksbegehren ist ein österreichweiter überpateilicher Verein, der durch die Einreichung eines Volksbegehren den österreichischen Nationalrat mit konkreten Anliegen zum Thema Klimaschutz beschäftigen will. Es kann noch bis ca. Mitte Februar auf allen Gemeindeämtern Österreichs unterzeichnet werden. Hallo Emma. Frohes neues Jahr(-zehnt). Wie geht es dir? Bist du und das KVB gut ins neue Jahr gestartet? Hallo Alex, dir auch ein schönes neues Jahr! Abgesehen davon, dass der Winter noch immer nicht so wirklich hier in Innsbruck ist, kann ich mich nicht beklagen. Und mit dieser neuen Regierung ist das KVB auch gut ins neue Jahr gestartet. Unsere Leser*innen interessiert sicher auch ein wenig dein Background. Magst du uns kurz von dir erzählen? Ich schließe derzeit mein Studium in den Wirtschaftswissenschaften an der Universität Innsbruck ab und schreibe meine Bachelorarbeit im Bereich der Umweltökonomik zum Thema „Environmental Kuznets Curve“. Ab Februar mache ich ein Praktikum in Brüssel bei der European University Foundation, eine NGO, die sich für Zugänglichkeit und Digitalisierung von Universitäten und Mobilität von Studierenden im europäischen Raum einsetzt. Privat bin ich lustig, kontaktfreudig und neugierig. Das führt mich direkt zu meiner ersten Frage: Du bist ja Südtirolerin. Wie kommt es, dass du dich in Österreich für das KVB engagierst? Ja stimmt – dass ich Südtirolerin bin – hatte ich gar nicht erwähnt. Es gibt tatsächlich auch in Italien etwas Ähnliches wie das Klimavolksbegehren: Eine „Proposta di legge su iniziativa popolare“, die sich „Figli Costituenti“ nennt. Man sammelt hierbei Unterschriften, damit intergenerationelle Gerechtigkeit, nachhaltige Entwicklung und der Schutz der Umwelt in die Verfassung aufgenommen werden. Leider bin ich aber kaum in Südtirol und es ist deshalb schwierig, mich für die Verbreitung dieses Gesetzesvorschlages einzusetzen. Anders ist es mit dem Klimavolksbegehren: Ich kann diesem als italienische Staatsbürgerin zwar meine Stimme nicht geben, dafür aber unter anderem durch Events und Infostände den Bekanntheitsgrad des KVB steigern. Was mich dabei besonders angesprochen hat, ist die Wahl des Volksbegehrens als Mittel zum Zweck. Diese stellte eine gute Ergänzung zu den zahlreichen anderen Formen der Umwelt-Bewegung, wie Fridays for Future und Extinction Rebellion, dar. War dir der Klimawandel immer schon ein Anliegen? Wie hast du das erste Mal davon erfahren? Das ist eine sehr interessante Frage. Wenn ich mich jetzt an einen konkreten Moment zu erinnern versuche, dann fällt mir mein Philosophie-Unterricht im Gymnasium ein. Mein damaliger Lehrer hat mit uns die Problematik besprochen, dass die Anreize im Jetzt fehlen, um etwas an der Zukunft, die uns (noch) nicht betrifft, zu verändern. So richtig bewusst ist mir der Bedarf zu handeln erst heuer durch die globale Klimabewegung geworden. Emma Obermair ist Südtirolerin, studiert an der Uni Innsbruck Wirtschaftswissenschaften und engagiert sich in Österreich beim Klimavolksbegehren. Der Autor und sie kennen sich vom Europäischen Forum in Alpach. Foto: © Oliver Thomas Hamedinger Wenn du dir jetzt die Brände in Australien ansiehst und gleichzeitig weißt, dass mit den USA ein so großer Emittent von Treibhausgasen aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen ist, wirst du dann wütend oder bist du einfach ratlos? Zwei Sachen: Erstens empfehle ich jedem wärmstens den New York Times Artikel von David Wallace-Wells (https://www.nytimes.com/2019/02/16/opinion/sunday/fear-panic-climate-change-warming.html) zu lesen. Dieser thematisiert genau das Gefühl der Wut, Angst und Ohnmacht in Bezug auf den Klimawandel. Zweitens möchte ich hier indirekt meinen ehemaligen Professor Herrn Ohndorf zitieren, der vor kurzem gesagt hat, dass er nach all den Jahren, in denen er sich mit der Umweltproblematik befasst hat, jetzt, dank der weltweiten Bewegung, wieder Hoffnung hat. Mit den Grünen haben es zu Beginn dieses Jahres ja zum ersten Mal eine Partei in die Regierung von Österreich geschafft, für die die Bekämpfung des Klimawandels ein, wenn nicht sogar DAS zentrale Thema ist. Wie stehst du dem gegenüber? Ich freue mich natürlich für Österreich! Zudem empfinde ich die neue Koalition als positives Signal für andere Staaten auf der Welt. Seht ihr als KVB auch die Forderungen von euch im Regierungsprogramm umgesetzt? Hättet ihr euch mehr erwartet? Wir sind sehr stolz, als erstes Volksbegehren in der Unterstützungsphase genau dies erreicht zu haben: Einige unserer Forderungen finden sich jetzt schon im Regierungsprogramm. Was wir uns aber wünschen und auch fordern werden, sind Konkretisierungen von Maßnahmen und vor allem Zeitangaben. Wie sieht die Einbindung des KVB in der Österreichischen Politik aus? Gibt es da Anknüpfungen zu Parteien? Steht ihr mit irgendwem im kontinuierlichen Austausch? Das Klimavolksbegehren ist ein unabhängiger und überparteilicher Verein. Wir pflegen regen Austausch mit NGOs und Wissenschaftlern. Wir freuen uns natürlich darüber, wenn die politischen Parteien unsere Forderungen ernst nehmen und diese in die Tat umsetzen wollen. Es gibt ja mit den Schüler*innen von FFF und allen anderen solidarischen Gruppen, die sich da rundherum gebildet haben eine zentrale Bewegung rund um das Thema Klimawandel. Wo ist die Rolle des KVB neben FFF und Extinction Rebellion? Wir haben unseren Verein gegründet, um die einzige Möglichkeit zu nutzen, Forderungen direkt an die Politik bzw. an das Parlament zu adressieren. Wenn wir mindestens 100.000 Unterschriften für das Klimavolksbegehren von den Bürger*innen bekommen, werden unsere Forderungen im Nationalrat in einer Sitzung behandelt und diskutiert. Natürlich sehen wir uns auch deshalb als Brückenbauer zwischen der Politik und anderen Initiativen. Wie schauen die nächsten Schritte des KVB aus? Wisst ihr schon wann ihr einreicht oder wie viele es schon unterschrieben haben? Die nächsten Schritte werden sein, das Klimavolksbegehren bekannter zu machen. Ein paar Wochen lang gibt es noch die Möglichkeit, die Unterstützungserklärung zu unterzeichnen – danach reichen wir ein. Der Fokus wird dann darauf liegen, unsere Netzwerke in allen Bundesländer auszubauen. Hierbei ist es uns ein Anliegen, mehr Freiwillige für das Volksbegehren begeistern zu können, um dann drei Wochen vor der Eintragungswoche intensiv das Klimavolksbegehren durch verschiedenste Aktionen bekannter zu machen. Für uns zählen der Diskurs und die Verbreitung des Themas Klimaschutz, deshalb halten wir uns in der letzten Zeit bedeckt mit Zahlen. Aber bitte, geht’s noch fleißig unterschreiben und erzählt euren Freunden, Familien und Bekannten vom Klimavolksbegehren. Liebe Emma, vielen lieben Dank für deine Zeit und wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg. Auch dir ein großes Danke, Alex! Edit: Das Interview wurde bereits in der zweiten Jännerwoche gemacht. Mittlerweile ist der Winter auch in Innsbruck angekommen. 😀